Trends verpassen ohne Facebook

Ja klar: Ohne Facebook verpasst man jede Menge. Ist aber nicht schlimm. Ich hätte mir in der letzten Woche einen Wolf kommentiert: alle Anti-Israel-Postings meiner italienischen Freund_innen mit Warnungen vor Antisemitismus versehen, auf die Bild wegen Anti-Islamismus geschimpft und auf die verlogene Reaktion von Kai Diekmann sowieso. Also: Glück gehabt. Wobei mich auch so Wellen erreichen, über die Berliner Antifas, die versuchen, eine Position in der Mitte des Nahost-Konflikts zu finden, Israel solidarisch kritisierend, die Palästinenser kritisch unterstützend, quasi. Sie sind nicht die einzigen, aber es ist schwer. Oder über Kollegen, die mich im Vorfeld des geplanten Kaffeedates warnen: “Aber nur, wenn wir nicht über Nahost diskutieren müssen.” Ist vielleicht alles besser so, das nicht noch über den Katalysator Facebook mitzubekommen, der alles nur noch mehr verkürzt und zuspitzt.

Aber: Ich hätte auch etwas gepostet. Skurrile Dinge wie den planschenden Schirinowski, diese Sache mit dem Kreis im Kreis (ein komplett harmloses Video) oder ein altes TV-Total-Video als drollige Replik auf Bastian Schweinsteigers BVB-Schmähgesänge:

“Hat mein Papa mir beigebracht!!”

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